Umsetzung

Baerwaldstraße

Einführung

Dass eine Wildblume dort wächst, wo sie wächst, hängt u.a. von den Faktoren Licht, Wärme und Kleinklima, sowie von den drei Bodenfaktoren Feuchtigkeit, Bodenreaktion (pH-Wert) und Stickstoffversorgung (Nährstoffgehalt) ab. Die Mehrzahl der Wildblumen zieht sonnige, nährstoffarme und alkalische Standorte vor. Aber auch in halbschattigen und nährstoffreichen Lagen kann z. B. eine Frischwiese angelegt werden. Beim Anlegen einer Blumenwiese besteht die Möglichkeit, entweder den Wiesentyp nach den vorhandenen Bodenverhältnissen auszuwählen oder die Bodenbedingungen dem angestrebten Wiesentyp anzupassen.

Die Größe der Fläche ist dabei nicht entscheidend, bereits ab 15 m² kann sich ein artenreiches Biotop entwickeln. Aufwand und Kosten der Umsetzung sind nicht nur abhängig von der Größe der Fläche, sondern auch von der Art der geplanten Wildblumenwiese und den Ausgangsbedingungen. Will man einen nährstoffarmen Boden schaffen, so sollte man eine eventuell vorhandene Grasnarbe abtragen und mindestens
10 cm Sand einarbeiten (z.B. fräsen). Das benötigte Saatgut kann entweder selbst gesammelt oder von Saatgutherstellern bezogen werden. Der beste Aussaattermin ist März/April, aber auch Oktober/November sind geeignet.

Wildblumenwiesen werden weder gewässert noch gedüngt und müssen 1-2 Mal im Jahr mit einer Sense (oder einem Balkenmäher) geschnitten werden, wobei das Mähgut entfernt werden sollte. Der langfristige Pflegeaufwand ist gering und hängt von den Ausgangsbedingungen und der weiteren Entwicklung der Wiese ab.

Mit dem Anlegen einer Wildblumenwiese stellt man der Natur ein Stück Lebensraum zur Verfügung, welcher in erstaunlich kurzer Zeit von den verschiedensten einheimischen Wildpflanzen und Kleinlebewesen besiedelt oder besucht wird.